Johann Adam Schall von Bell – „Lichtgestalten“ 2011

„Lichtgestalten“ – Aufgenommen am 04. und 11.09.2011 an der Burg Lüftelberg
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Über Johan Adam Schall von Bell

1592 geboren wuchs Adam Schall von Bell zum Teil in Lüftelberg, zum Teil in Köln auf. Sein Geburtsort ist nicht sicher, wahrscheinlicher ist jedoch Köln. Er fühlte sich aber Lüftelberg und besonders der heiligen Lüfthildis zeitlebens verbunden. Nach seiner Schulzeit am Tricoronatum in Köln ging er mit knapp 17 Jahren nach Rom, um dort am Collegium Germanicum unter anderem Mathematik und Astronomie zu studieren. Als Jesuit reiste er über Macao, wo er vier Jahre blieb, nach Peking. Dort fand er bald Zugang zum chinesischen Kaiserhof und stieg zum Mandarin auf. Er verband die europäische Wissenschaft mit der chinesischen Tradition und konnte astronomische Ereignisse genauer vorausberechnen, als es bisher möglich war. Auch auf militärischem Gebiet konnte er dem Kaiser zum Erfolg verhelfen. Seine missionarischen Aufgaben vernachlässigte er nicht, denn es wird berichtet, dass nur der frühe Tod des Kaisers dessen Taufe verhinderte. Nach dem Tod des Kaisers fiel er durch Intrigen in Ungnade, wurde verhaftet und verurteilt. Er starb 1666 kurz nach seiner Begnadigung und Freilassung. Das Erscheinen eines Kometen und ein gleichzeitig stattfindendes Erdbeben führten zur Aufhebung des Urteils. Posthum wurde er rehabilitiert und wird bis heute in China in Ehren gehalten.

Szenenbeschreibungen

1. Szene
Johann Adam Schall von Bell kehrt gemeinsam mit seiner Mutter und seinen Brüdern Heinrich Degenhard und Johann Reinhard nach dem Tod des Vaters aus Köln nach Lüfteberg zurück. Sie berichten von der Zeit in Köln und während der Pest.

2. Szene
Begleitet von seinem Diener Karl bricht Adam Schall nach Rom auf, um am Collegium Germanicum bei Rinaldi zu studieren.

3. Szene
Die Jesuiten Adam Schall und Longobardi sind auf dem Weg nach Peking, um am kaiserlichen Hof als Missionare tätig zu sein.

4. Szene
Adam Schall findet Anerkennung am kaiserlichen Hof. Er wird aufgeforert, sich einen chinesichen Namen zu wählen

5. Szene
In Ketten wird Adam Schall vorgeführt. Ihm wird der Vorwurf gemacht, den Tod des Kaisers Shunzhi provoziert zu haben. In seinem Monolog äußert es sich zu seiner Missionstätigkeit, aber auch zu dem damit verbundenen Streben nach Erfolg.

Bestzung

RolleDarsteller:in
Heinrich Degenhard (Kind)Tobias Schäfer
Johann Adam Schall von Bell (Kind)Felix Buttlies
Johann Reinhard (Kind)Maximilian Buttlies
Maria Scheiffart von Merode (Mutter von Adam Schall)Monika Döhnert
MargaretaEva Defanti-Schäfer
MagdLena Malic
MädchenSarah Schütz
KarlNils Winkler
Johann Adam Schall von BellOtto Bürvenich
RinaldiLothar Kleipaß
LongobardiMarkus Schütz
EngelFriederike von Jordans